Nebeneffekt von Corona: Wegen der Masken können wir die Emotionen unserer Mitmenschen schlechter lesen. Einfache Tricks schaffen aber Abhilfe.

Masken können Verwirrung auslösen, was den emotionalen Zustand unseres Gegenübers betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Bamberg. Wir können die Emotionen nicht nur schlechter lesen, wir haben auch weniger Vertrauen in unser Urteil. Wir werden unsicherer, ob wir das Gegenüber wirklich richtig verstehen.

Im Team von Corox by Hans Friedl ist es ganz einfach. Gute Laune und ein Strahlen ist Sinnbild für das gute Arbeitsklima. Das sieht man zumindest in der aktuellen Instagram-Story von Corox.

Trotzdem ist es nicht immer einfach, das Gemüt des Gegenübers zu erkennen.

Kein Gespür für Emotionen

Probanden der Studie aus Bamberg bewerteten glückliche, traurige oder wütende Gesichtsausdrücke oft als «neutral», wenn die Mundpartie durch eine Maske abgedeckt war. Sie hatten also kein verlässliches Gespür für den emotionalen Zustand ihres Gegenübers. Obwohl ja die Augen, die auch mit einer Maske zu sehen sind, als Spiegel der Seele gelten. Es muss also andere Gründe geben.

Die kontrollierte Gesichtspartie

Die gibt es. In unserer Mimik spielt der Mund nämlich eine mindestens genauso große Rolle. Das liegt daran, dass wir keine andere Gesichtspartie so präzise kontrollieren können wie den Mund.

Saugen, Schlucken, Schreien: Schon als Baby ist die Kontrolle des Mundes überlebenswichtig. Entsprechend steht uns damit auch ein reiches Repertoire zum Ausdruck von Emotionen offen.

Kulturelle Unterschiede

Interessanterweise achten Menschen in asiatischen Ländern wie Japan, Korea oder China weniger auf den Mund, um die Emotionen des Gegenübers zu lesen. Ein möglicher Grund dafür: In dortigen Kulturen gilt es als höflich, Emotionen stärker zurückzuhalten als bei uns.

Weil wir den Mund bewusst steuern können, kann man den Ausdruck von Emotionen damit auch viel besser manipulieren oder verbergen.

Ehrliche Augen

Wer also die echten Emotionen erraten will, schaut in Asien von Anfang an vermehrt auf die Augen. Denn mit diesen sind wir – gezwungenermassen – tatsächlich ehrlicher: Den Muskel, der die «echten» Lachfältchen auslöst, können wir nicht bewusst ansteuern.

Die simplen Tricks

Bei uns taugen die Augen offenbar noch nicht als Ersatz für die Mimik des gesamten Gesichts – was aber nicht bedeutet, dass wir unser Gegenüber nun gar nicht mehr verstehen.

Es gibt nämlich Alternativen: Wir können die Mimik übertreiben, Gestik und Körpersprache hinzunehmen und natürlich reden – damit lassen sich, laut den Bamberger Forschenden, Masken-Missverständnisse zumindest reduzieren.

Wirklich trainieren oder therapieren lässt sich die Mimik bei Corox nicht, man kann sich aber sicher sein, dass hinter jeder Maske der Mitarbeiter eine großartige Persönlichkeit steckt.