Der BFV will die Saison sportlich beenden und hat festgelegt, wie eine Saison-Fortsetzung im Amateur-Fußball in diesem Jahr möglich sein soll. Trotz der langen Corona-Pause soll die Saison des Spieljahres 19/21 in allen Leistungs- und Altersklassen auf dem sportlichen Weg erfolgen. Die Zeit ist knapp! Denn am 30. Juni ertönt der Schlusspfiff. Um dies gewährleisten zu können, ist eine fußballspezifische Vorbereitungszeit von zwei Wochen geplant, damit der enge Spielplan durchgezogen werden kann. Aus gesundheitlicher Sicht spricht sich unser Unternehmen strikt dagegen!

Die Entscheidung ist absolut nicht nach zu vollziehen

COROX by Hans Friedl ist über mehrere Ebenen in die Thematik verwoben und äußert sich kritisch und besorgt: „Zwei Wochen Vorbereitung, ist viel zu wenig. Man wird es in dieser kurzen Zeit nicht schaffen, die Amateursportler für einen Wettkampf vorzubereiten. Die meisten Sportler hatten ihr letztes Training oder ihren letzten Wettkampf vor mehr als einem Jahr. Natürlich versuchen viele der Sportler mit Heimtraining ihr Fitnesslevel einigermaßen zu halten. Mit vollem Kontaktsport hat dies aber sehr wenig zu tun.
Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar, wenn man auf die Gesundheit der Sportler, Rücksicht nimmt.
Es ist nicht nur der Aspekt der langen Pause zu betrachten, sondern auch die Anzahl der noch zu absolvierenden Spiele. Sind die Kader nicht breit genug aufgestellt, wird es bei einer doppelten Wettkampfanzahl in einer Woche, für viele Spieler zu einer Überbelastung kommen. Man kann sich leicht vorstellen welche gefährlichen gesundheitlichen Folgen dies mit sich bringt.

Zwei Wochen Vorbereitung sind definitiv zu kurz

Quer durch alle Ligen gefragt, bestätigen auch Trainer, Physiotherapeuten, Verantwortliche und selbst Spieler, die den Sport am meisten missen und sehnsüchtig auf den Starttermin warten, dass eine 2-wöchige Vorbereitungszeit auf einen Wettkampf viel zu kurz sei.
Theresa Szeili, COROX-Atheltiktrainerin beim Regionalligisten 1860 Rosenheim untermauert unsere Kritik: „Ich weiß, dass meine Jungs sich fit halten, wir machen seit Wochen ein belastungsgesteuertes Online Athletiktraining und Läufe, aber zwei Wochen zur Vorbereitung reichen nicht aus. Ich hoffe, dass wir mehr Zeit bekommen. Es werden Belastungen im Spiel vorkommen, auf die die Fußballer mangels Mannschaftstraining zurzeit überhaupt nicht vorbereitet sind – Sprints und Zweikämpfe kann man zuhause oder online einfach nicht trainieren, deshalb wird es unweigerlich zu mehr Ausfällen kommen“. 


Bayern ist noch bis zum 18. April im Lockdown, ab dann werden die Fußballer mit Sicherheit noch nicht sofort wieder auf die Sportplätze dürfen. Der BFV hofft trotz der aktuell steigenden Corona-Zahlen auf eine Rückkehr zum Trainings- und Wettkampfbetrieb innerhalb gut eines Monats. Wenn das nicht gelingt, steht die ohnehin unterbrochene Saison vor dem Abbruch. „Um noch möglichst viele oder alle der ausstehenden Spiele der Punkt-Runden zu Ende zu bringen, braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai 2021“, hieß es. „Sollte dies nicht der Fall sein, muss über einen Abbruch der Verbandsspielrunden entschieden werden.“