Das Therapie- und Athletikzentrum COROX by Hans Friedl in Edling möchte seine Partnerschaft mit dem DJK-SV Edling ausweiten. Der Edlinger Fußballerinnen- und Fußballernachwuchs wird künftig auch von dem Edlinger Unternehmen gefördert.

Evi Friedl und Simon Friedl als Vertreter von COROX und der neue Edlinger Jugendleiter Christian Wittmann stellten kürzlich die neue Partnerschaft den Edlinger Jugend- und Kindertrainern vor. 10 Erste Hilfe Sets mit Auffüllpack für alle Teams waren dabei das Antrittsgeschenk für alle Nachwuchsteams des Edlinger Sportvereins.

Eine der ersten Förderungsmaßnahmen wird eine Leistungsdiagnostik der Jugendspielerinnen und -spielern ab der C-Jugend sein. Hierbei wird der Leistungsstand zunächst ermittelt. Entsprechend könnten dann Defizite erkannt und durch COROX -Training behoben werden. Das Athletiktraining soll die jungen Sportlerinnen und Sportler zu einer Verbesserung der körperlichen Entwicklung und Fitness verhelfen. Selbstredend werden auch die Eltern bei den Planungen und Maßnahmen eingebunden.

Teil der Unterstützung werden auch Fortbildungsmaßnahmen für die Trainer sein, zumal der Ansatz von COROX bereits bei der Arbeit auf dem Trainingsplatz beginnt.

Ziel der neuen Partnerschaft ist ein langfristiges Miteinander, damit der Trainingserfolg von COROX auf Dauer sichergestellt werden kann. Dies wurde von Evi Friedl bei den ersten Besprechungen, die immer in einem freundschaftlich-herzlichen Rahmen stattgefunden haben, auch so betont. Entsprechend sind weitere spannende Projekte geplant, auf die sich alle Beteiligte nunmehr freuen können.

Die Verantwortlichen des DJK-SV Edling bedanken sich für die Unterstützung und für die bisherige und künftige Zusammenarbeit mit der Familie Friedl, die unverkennbar einen besonderen Bezug zu Ihrer Heimatgemeinde und ihrem Sportverein hat.   

Der 30-jährige Physiotherapeut aus Dirnhart gehört seit diesem Jahr zu den Mitarbeiterlegenden bei COROX by Hans Friedl. Es ist nun zehn Jahre her, seit Chris seinen ersten Arbeitstag bei Hansi Friedl hatte. In der zwischen Zeit ist viel passiert.

Als gelernter Masseure fing Chris damals an. Muskeln, Gelenke, Knochen, der gesamte menschliche Körper faszinierte ihn schon immer. Mit verschiedenen Grifftechniken Beschwerden im Bewegungsapparat zu beheben, war für Chris spannend und so begann er neben internen Fortbildungen auch gleich mit der Weiterbildung zur Manuellen Therapie. Auf seinem beruflichen Weg lernte er unter anderem auch die Osteopathie und das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos kennen.

10 Jahre bei COROX

Neben Georg Pfeilstetter und Christian Burlefinger ist er nun der Dritte im Hause COROX, der seinen Beruf schon seit über 10 Jahren im selben Betrieb ausübt. In aktuellen Zeiten eine große Seltenheit. Laut einer Umfrage bei der Online Jobbörse StepStone, wechseln deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt alle vier Jahre den Arbeitgeber. Dies kann natürlich von Berufsgruppe zu Berufsgruppe sehr unterschiedlich sein. 30 Prozent der Fachkräfte wechseln ihren Job nach zwei Jahren, weitere 25 Prozent nach 2 bis 5 Jahren Betriebszugehörigkeit. Gründe gibt es genügend. Bei der Umfrage waren sich die Befragten allerdings einig: Der Hauptgrund für einen Wechsel ist der Wunsch nach einer neuen Herausforderung.

„Neue Herausforderungen bietet mir COROX ständig, alleine schon meine Kollegen“, so Chris Krummel und schmunzelt. „Nein, im Ernst. Seit dem ich hier angefangen habe, kommen immer wieder neue Aufgaben auf mich zu. Auch das Haus entwickelt sich immer weiter. COROX kann man nicht mit “normalen“ Physiotherapie vergleichen“, erklärt Chris weiter.

Der junge Physiotherapeut war schon vor dem Projekt am Sonnenpoint in Edling bei Hansi Friedl.  Mittlerweile beschäftigt Hansi Friedl über 40 Mitarbeiter. Neben Physiotherapeuten, stehen Sportwissenschaftler, Bürokauffrauen und Bürokaufmänner auf der Gehaltsliste.
„Ich weiß, dass ein längerer Verbleib in einem Betrieb, vor allem heut zu Tage, nicht die Regel ist. Deswegen freut es mich um so mehr, wenn jemand so lange Zeit bei uns bleibt“, so abschließend Hansi Friedl.

Unsere COROX Diagnostik LBM (Leistungs- und Bewegungsmonitoring) gehört zum Fachbereich Biomechanik und ermöglicht es uns, auf gleichem Niveau wie Universitäten oder klinische Labore, optische, sehr präzise, biomechanische Messungen durchzuführen. 

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Was ist der größte Vorteil unserer COROX LBM? 

Die Symbiose aus Technik, Wissen und Erfahrung unserer Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten verspricht einen Quantensprung in unserer therapeutischen Arbeit. 

Unser COROX LBM setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. 

3D Motion Capture/IMU Sensorik 

High-Speed Kameras messen berührungslos und in Echtzeit die Reflektion von Markern, die der Patient auf der Haut trägt. Die Beschleunigungssensoren werden so an den Gelenken angebracht, dass wir jede gewünschte Bewegung exakt analysieren können. Da sie mit Bluetooth arbeiten, können wir Patienten sowohl in unserem Diagnostikraum als auch mobil, in Alltagssituationen oder beim Ausüben von Sport untersuchen. 

Ursprünglich stammt die Idee dieser Technik aus der Filmindustrie und dient dazu, virtuelle Figuren zu erschaffen. Das populärste Beispiel ist der Charakter „Gollum“ aus der „Herr der Ringe“. Genau wie in der Filmproduktion werden bei uns die Messungen vom Patienten auf einen virtuellen Charakter übertragen. 

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Elektromyographie EMG 

Die Elektromyographie (EMG) ist eine experimentelle Technik, die sich der Entstehung, Aufzeichnung, und Analyse myoelektrischer Signale widmet. 

Wir nutzen diese Technik für die Befundung von Kompensationsmustern und Biofeedback-Training. Wir messen dabei die Aktivität der ausgewählten Muskeln, erfassen und analysieren willkürliche Muskelaktivierungen in funktionellen Bewegungen, posturalen Aktivitäten oder beim Sportler während des Trainings. 

3D Kraftmessplatten 

Im Boden haben wir 2 Bertec Kraftmessplatten installiert. Die integrierte Kalibrationsmatrix ermöglicht uns eine überschneidungsfreie Durchführung von Ganganalysen wie z. B. Rehabilitation von Schlaganfallpatienten, orthopädischen Patienten, Prothesenträgern, sowie für alle Patienten mit Bewegungsstörungen. 

Isokinetik 

Die Information der Kraft ermöglicht uns eine Aussage über die Leistung des Patienten. Hierfür ist die Messung am Isokineten notwendig. Mindestens genauso wichtig für uns, sind die dabei gewonnenen Erkenntnisse über die Fähigkeit der Ansteuerung der richtigen Muskulatur. 

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Skillcourt 

Mit dem Skillcourt gewinnen wir Messwerte linearer rund multidirektionaler Geschwindigkeit, wir messen Reaktionsschnelligkeit, Antizipation und kognitive Fähigkeiten. 

Y-Balance 

Hiermit können wir Asymmetrien und Einschränkungen des Bewegungsapparates feststellen. Neben dem Bewegungsausmaß werden die einzelnen Quadranten (Ober- und Unterkörper + rechte und linke Körperhälfte) auf ihre Kraft, Beweglichkeit, neuromuskuläre Kontrolle sowie Rumpfstabilität getestet. 

Optogait 

Wir messen Serien von Sprüngen, Kontakt- und Flugzeiten mit der Genauigkeit einer tausendstel Sekunde. In der modularen Konfiguration messen wir Geh- und Laufbewegungen. Der Prozessor arbeitet in Echtzeit. 

Testung 1860 Rosenheim Optogait

Auswertung und Analyse 

Für unserer COROX Diagnostik LBM binden wir ALLE unsere Messsysteme ein, so dass innerhalb kurzer Zeit eine Messung des gesamten Körpers möglich ist. 

Für die Auswertung und Analyse der gewonnenen Daten arbeiten unsere Sportwissenschaftler, Physiotherapeuten, Dr. Andreas Wittke, Doktor der Humanbiologie und Hans Friedl im Kollektiv. 

Die technische Entscheidungshilfe gepaart mit therapeutischen Erfahrungswerten ermöglicht uns eine Therapie mit Alleinstellungsmerkmal. 

Corox LBM-1

Warum legen wir so großen Wert auf das Training der Maximalkraft und Athletik an unseren Geräten während jeder Rehabilitation?

Nach Verletzungen und operativen Eingriffen ist das Kraftverhalten des Muskels häufig verändert. Die Verringerung der Muskelaktivität kann ausgelöst werden durch eine reflektorische Hemmung, eine Schonhaltung oder eine partielle oder komplette Ruhigstellung. Besteht die reduzierte Muskelaktivität fort, führt sie schließlich zu einer Atrophie des Muskels mit einer begleitenden Verminderung der Funktion für Maximalkraft-, Schnellkraft- und Reaktivkraftfähigkeiten.

Lukas Provod-2

Bereits nach 8 Tagen ist durch Krankheit oder Ruhigstellung verordnete Bettruhe mit einer Reduktion der isometrischen Maximalkraft um 20 Prozent zu rechnen. Nach 14 Tagen hat sich dieser Wert auf 24 Prozent erhöht (Hettinger u. Müller 1953). Selbst nach erfolgter Therapie und Rehabilitation können funktionelle Defizite fortbestehen, wenn das Trainieren der Maximalkraft während der Reha vernachlässigt wird. Dies wird vom Patienten subjektiv nicht immer wahrgenommen. Die Unterschiede in den Kraftqualitäten der verletzten zur unverletzten Extremität sowie zwischen Agonist und Antagonist sind z. B. bei einer isokinetischen Testung nachweisbar. Während der einzelnen Phasen der Rehabilitation achten wir bei unsern Patienten akribisch darauf, dass Behandlung, Training und Testung im individuellen Heilungsprozess in Balance zueinander stehen.  Lukas Provod, eigens vom traditionsreichen Sportklub Slavia Prag angereist, arbeitet während seiner  Rehabilitation mit Sporttherapeut Kevin Hingerl auch in unserem Gerätepark.

MTT Bereich
Blick in den MTT Bereich bei Corox by Hans Friedl

Das integrierte, aktive Kälte- und Kompressionssystem für eine schnellere und bessere Genesung

Das integrierte, aktive Kälte- und Kompressionssystem „Game Ready” setzt neue Maßstäbe für die Behandlung von Verletzungen und die Nachsorge bei Operationen. Eine Mikroprozessorsteuerung zirkuliert Eiswasser durch Wickel und kombiniert damit eine bewährte Kompressionsbehandlung mit Kältetherapie wie nie zuvor. COROX by Hans Friedl arbeite mit dieser Innovation und ist positiv überrascht, welche Wirkung dieses Gerät mit sich bringt.

„Game Ready” kann zur Reduzierung von Schmerzen, Schwellungen und Muskelkrämpfen beitragen, die Lymphfunktion verbessern und die Durchblutung mit sauerstoffreichem Blut fördern, damit der natürliche Heilungsprozess des Körpers beschleunigt wird.

„Game Ready” nutzt dieselbe Technologie, die in den Raumanzügen der NASA zum Einsatz kommt. Die Wickel von „Game Ready” mit Doppelwirkung sind anatomisch geformt und ermöglichen eine optimale Rundumabdeckung für besseren Hautkontakt und effektivere Kühlung. Und weil die Wickel besser passen, sind sie auch angenehmer zu tragen.

Klinisch bewährte Wirkung

Im Vergleich zu herkömmlichen PECH-Anwendungen (Pause–Eis–Compression–Hochlagern), bietet „Game Ready” Vorteile bei der Behandlung. Das bedeutet, dass die natürliche Betätigung schneller wiederaufgenommen werden kann und die Genesung besser verläuft.

Auszeichnung für vorbildliche Prävention

TSV 1860 Rosenheim: Athletiktraining in der Jugend zahlt sich aus – Friedl in Edling der Grundbaustein

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) verlieh kürzlich dem TSV 1860 Rosenheim für das Projekt: „Next Generation: Athletiktraining beim TSV 1860 Rosenheim“ die Urkunde für vorbildliche Prävention für Verletzungsfreiheit und Gesundheit beim Sport. In Sachen Athletik, Prävention und Physiotherapie hält bei den jungen 60-ern COROX by Hans Friedl die Zügel in der Hand und ist für das ganze Projekt der Grundbaustein.

Einmal in der Woche hat jedes Jugendteam beim TSV 1860 Rosenheim ab der U13 ein speziell ausgelegtes COROX-Athletiktraining für Jugendliche. Die Jungs arbeiten neben ihrer Schnelligkeit, ihrem Antritt und ihrer Reaktionsgeschwindigkeit vor allem an ihrer Beweglichkeit, Mobilisation und Neuroathletik.

„Die Burschen sollen sich spüren, sie sollen ihren Körper verstehen, denn die kleinste Einheit im Körper muss funktionieren“, so Hans Friedl. „Außerdem möchten wir den Jungs neben der Athletik auch Werte für das Leben vermitteln. Familie, Freundschaft, Respekt und Demut, da sollte alles passen, um sportlich erfolgreich zu sein.“
Die Arbeit zahlt sich auf jeden Fall aus, denn diese Saison ist die U13 Meister in der höchsten Spielklasse geworden, vor dem großen FC Bayern München. Des Weiteren stieg die U14 in die U15-Kreisliga, die U15 und U17 in die Bayernliga auf und damit spielen sie alle ab der nächsten Saison in der zweithöchsten Spielklasse ihres Jahrgangs.

Das Team um und mit Hans Friedl gratulierte dem TSV 1860 Rosenheim für ihre super Jugendarbeit. Man freue sich sehr auf die weiterhin gemeinsame Zusammenarbeit in der nächsten Zeit.


Kreuzbandriss – Was steckt dahinter?

Unser aktuelles Interview zu Ursachen, Operationen und Möglichkeiten zur Vorbeugung

Immense Schmerzen, lange Ausfallzeiten und die weitläufige Meinung bleibender Schäden – ein Kreuzbandriss ist keine Lappalie. Ursachen, Operationsmöglichkeiten und wie man sich davor schützen kann, erläutern für die Wasserburger Stimme mit Professor Dr. Stefan Hinterwimmer, Orthopäde und FOCUS TOP-Mediziner wie auch Olympia-Physiotherapeut Hans Friedl aus Edling, zwei der anerkanntesten Spezialisten im Bereich Knieverletzungen:

Herr Professor Dr. Hinterwimmer, wie entsteht eigentlich ein Kreuzbandriss?

Kreuzbandrisse entstehen typischerweise durch eine übermäßige Verschiebung und/oder Verdrehung des Ober- und Unterschenkels gegeneinander.  Beim Sport kommt es beispielsweise zu einer Drehbewegung des Unterschenkels nach außen mit X-Bein-Stellung im Kniegelenk. Auch übermäßige Streck- oder Beugebewegungen, wie zum Beispiel beim Skifahren, können zu einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes führen.

Und wie äußert sich ein Kreuzbandriss bei Ihren Patienten?

Die häufigsten Symptome nach einem Unfall sind Schwellung, Bewegungseinschränkung, Schmerz und häufig auch ein akuter Stabilitätsverlust. 
Ein weiteres, anhaltendes Symptom ist auch eine subjektive Unsicherheit des betroffenen Knies, die einem die gewohnte Aktivität nicht mehr erlaubt. Von Seiten der Patienten heißt es dann häufig: „Ich kann mich auf das Knie nicht mehr verlassen“.

Herr Friedl, welche Aufgabe haben eigentlich Kreuzbänder?

Vorderes und hinteres Kreuzband sind die beiden zentralen Stabilisatoren unserer Kniegelenke. Sie sorgen für einen reibungslosen Bewegungsablauf und fungieren dabei als inneres Getriebe des Kniegelenks – zumal sie auch, wie bereits von Dr. Hinterwimmer erwähnt, das Gelenk bei extremen Beanspruchungen wie Verdrehung oder Überstreckung schützen. Kreuzbänder haben auch eine sensorische Funktion: sie sollen die jeweilige Gelenkstellung registrieren und an der dazu passenden Muskelsteuerung mitwirken.

Welche Sportler kommen besonders häufig mit Kreuzbandverletzungen in ihr Edlinger Therapie- und Trainingszentrum?

Sportarten mit sogenannten „Stopp-and-Go“ Bewegungen bergen ein erhöhtes Risiko. Das sind vor allem Fußball, Handball, Tennis und Squash, aber auch Hockey oder Basketball. Jetzt im Winter dominiert das Skifahren.

Wann erachten Sie, Herr Professor Dr. Hinterwimmer, in Ihrer Praxis „OrthoPlus“ eine Operation als sinnvoll?

Wir empfehlen eine OP, wenn eine subjektive Instabilität vorliegt, wenn ein hoher funktioneller Anspruch in Sport oder Beruf vorliegt, wenn das Aktivitätsniveau unbedingt wieder so hoch sein muss, wie vor der Verletzung, wenn die Patienten sehr jung sind, wenn eine konservative Therapie nicht zum Erfolg geführt hat oder wenn neben dem Kreuzbandriss sogenannte Begleitverletzungen vorliegen. Dies betrifft vor allem Verletzungen des Innen- oder Außenmeniskus sowie des Knorpels. Das Alter spielt dabei keine besondere Rolle. Die genannten Kriterien gelten genauso für ältere 
Patienten, die in Alltag und Sport wieder gewohnt aktiv sein möchten.

Herr Friedl, wie wichtig ist die physiotherapeutische Nachbehandlung nach einer Operation?

Die Nachbehandlung von Operationen ist das A und O für jeden Patienten – nur damit kann ein idealer Heilungsverlauf garantiert werden. Hierzu gibt es gewisse Rehabilitationsschritte wann zum Beispiel die Krücken weggelegt oder das Joggen angefangen werden darf. Dafür ist die physiotherapeutische Behandlung ESSENZIELL! Ohne eine intensive Physiotherapie wird keiner dieser Schritte zügig und zuverlässig möglich sein.

Gibt es Tests, die eine Rückkehr in den Alltag bzw. in den Sport beurteilen?

Sowohl für den Alltag wie auch für den Sport gibt es Trainingsinhalte und Tests. Das Training reicht von der Gangschule bis zum sportartspezifischen Koordinationstraining. Der Zustand des Knies kann dabei durch spezielle Tests, sogenannte RTC-Tests, gut eingeschätzt werden. In Abhängigkeit der Ergebnisse können dann weiterführende Trainingsinhalte empfohlen oder eine Sportfreigabe erteilt werden.

Abschließend eine Frage an den Chirurgen: Herr Professor Dr. Hinterwimmer, kann man Kreuzbandverletzungen vorbeugen?

Das von Hansi genannte sportartspezifische Koordinationstraining ist auch als vorbeugende Maßnahme erprobt und empfohlen. Ziel ist es z.B., das gefährliche X-Bein-Moment beim Springen und Landen „wegzutrainieren“. Das COROX-Trainingsprogramm aus dem Therapiezentrum Friedl zielt genau in diese Richtung: Optimierung der Muskel- und Gelenkfunktionen zur Verbesserung der Koordination und damit Vermeidung von Gefahrenmomenten.

Professor Dr. Stefan Hinterwimmer (OrthoPlus München) und Hans Friedl sein Coroxteam sind bekannte Experten rund um das Thema Kreuzbandverletzungen. Beide betreuen etliche Patienten, führen Fachdiskussionen und arbeiten mit großem Eifer einer stetigen Verbesserung von Operationen sowie Nachbehandlungsmethoden.

Der Schlüssel zum Gleichgewicht

Über den Vagus-Nerv: Ein Essay von Johannes Schweiger, Physiotherapeut von COROX by Hans Friedl

Der Schlüssel zum Gleichgewicht zwischen dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem – das ist der so genannte Vagus-Nerv. Eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit ist ein harmonisches Wirken dieser Systeme. Johannes Schweiger, Physiotherapeut von COROX by Hans Friedl in Edling, hat darüber ein Essay verfasst.

Der Schlüssel zum Gleichgewicht zwischen dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem

Bevor wir uns auf die Spuren des Vagus Nervs begeben, möchte ich einen kurzen Überblick über unser vegetatives Nervensystem (VNS) geben. Das VNS ist verantwortlich für das innere Gleichgewicht (Homöostase) unseres Organismus. Zu den Aufgaben gehören das
Kontrollieren und Steuern der lebenswichtigen Funktionen wie Herzschlag, Atmung, Verdauung sowie der Stoffwechsel. Auch weitere Funktionen, wie das der Sexualorgane, Exokrine Drüsen (Schweißdrüsen), Endokrine Drüsen (Hormone), das Blutgefäßsystem
(Blutdruck) sowie die innere Augenmuskulatur werden von unserem vegetativen Nervensystem beeinflusst.

Das VNS wird in 3 Systeme, dem sympathischen, dem parasympathischen Nervensystem, welchem auch der Vagus Nerv untergeordnet wird und das enterische Nervensystem – das
Nervensystem des Magen-Darm-Trakts, untergliedert.

Eine Grundvoraussetzung für unsere Gesundheit ist ein harmonisches Wirken dieser Systeme. Dieses Zusammenspiel bzw. Gleichgewicht wird jedoch in der modernen Welt durch ein erhöhtes Aufgebot von äußeren Reizen und inneren Selbstkonflikten, die sich nicht
immer als sofort erkennbare Gefahren zeigen, bedroht.

Schweifen wir kurz in eine Zeit zurück, in der diese Gefahren noch deutlich erkennbarer waren.

Das Zusammenspiel der Nervensysteme ist ein Überbleibsel, aus längst vergangen Zeiten als wir noch Jäger und Sammler waren. Wurden die Menschen in dieser Zeit von wilden Tieren angegriffen, ging es um Leben und Tod, umgehend schlug unser Organismus Alarm – das sympathische Nervensystem wurde aktiviert. Der sogenannte Angriff/Fluchtmodus wurde gestartet. Waren die Gefahren gebannt, steuerte unser Körper sofort mit einer Art Ruhemodus, dem Parasympathikus entgegen. Der Mensch konnte so wieder tief
durchatmen, sich sammeln und zu Kräften kommen.

Dieser Balanceakt zwischen dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem scheint in der heutigen Zeit vermehrt gestört zu sein. Dies lässt sich aus gesammelten
Studien der letzten Jahre belegen, die sich darauf berufen, dass die Anzahl an psychisch Erkrankten wächst. Zu diesen Erkrankungen zählen Depressionen, Angstzustände und Burnout.

Warum ist das so?

Problem in der modernen Zeit ist es, dass sich viele Gefahren in den seltensten Fällen noch als klar erkennbare Risiken für unsere Gesundheit zeigen, nicht mehr in dem Maße wie es noch die Angst vor wilden Tieren in lang zurückgelegenen Zeiten mit sich brachte.

Der Mensch des modernen Alltags wird von inneren und äußeren Reizen nur so überschüttet. Ständige Erreichbarkeit durch soziale Medien, das Bestreben nach dem perfekten Körper oder das Verlangen über seine eigenen Verhältnisse zu Leben gehört zu
unserem alltäglichen Dasein, birgt jedoch viele der versteckten Gefahren, die auf Dauer unserer Gesundheit schaden können.

Diese übermäßige Reizüberflutung führt dazu, dass sich unser sympathisches Nervensystem im ständigen Einsatz befindet. Zeigt aber auch, dass wir uns sehr wenig Zeit nehmen, um uns genauer mit unserem parasympathischen Nervensystem zu beschäftigen.
Der frühere Automatismus, der unseren Organismus dazu befähigte, die Balance der beiden Systeme zu wahren ging mit Zeit des Überkonsums immer mehr verloren und muss in der heutigen Zeit wieder geweckt werden. Das heißt wir müssen unser Augenmerk wieder mehr auf das parasympathische System und den Nervus Vagus legen und dieses/diesen aktivieren, um unseren auf Dauer hochtourig
fahrenden Organismus zu beruhigen.

Deshalb werden wir uns nun das parasympathische System und den Nervus Vagus einmal genauer unter die Lupe nehmen.
Das parasympathische Nervensystem beziehungsweise der Parasympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems und Gegenspieler des sympathischen Nervensystems, dem Sympathikus. Der Parasympathikus ist vorwiegend für Körperfunktionen verantwortlich, die der Regeneration und dem Aufbau von Energiereserven dienen. Ebenfalls zu seinem Aufgabenbereich gehört, das Herstellen des inneren Gleichgewichts, die sogenannte
Homöostase, unseres Organismus. Der Nervus Vagus, der zehnte unserer zwölf Hirnnerven, ist wohl der wichtigste Part im
parasympathischen Nervensystem. Dieser hat seinen Ursprung im Hirnnervenkern dem Nukleus dorsalis Nervi Vagi. Darüber hinaus steht er über ein Netzwerk von tausenden Nervenfasern mit vielen Organen unseres Körpers in Verbindung.

Der Vagusnerv verläuft entlang unseres Rückenmarks und versorgt über kleine Nervenäste unsere Augen, Mund, Rachen, Hals, Lunge, Herz, Leber, Nieren, Milz, den Magendarmtrakt bis hin zu unseren Geschlechtsorganen. Er übermittelt somit Informationen vom Organ zum Gehirn und umgekehrt und hat durchaus auch Einfluss auf unsere Stimmung sowie Anspannung als auch Entspannung.
Darüber hinaus werden dem Vagusnerv heilende Kräfte nachgesagt, wodurch er maßgeblich in Verbindung mit dem parasympathischen Nervensystem an den Selbstheilungsprozessen unseres Organismus beteiligt ist. Natürlich ist es nicht so, dass dieser Nerv große Wunder vollbringen kann. Wird dieser jedoch richtig aktiviert kann damit großer Einfluss auf die körpereigenen Selbstheilungskräfte
genommen werden. Der Tonus deines Vagusnervs, der sogenannte „vagale Tonus“ spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Dieser zeigt die Aktivität des Vagusnervs. Durch Maßnahmen, die deinen vagalen Tonus erhöhen, kannst du gleichzeitig das parasympathische Nervensystem aktivieren.

Das bedeutet je höher der vagale Tonus ist, desto besser kann sich unser Körper nach einer Stressphase erholen. Forscher haben eine positive Rückkoppelung zwischen einem hohen vagalen Tonus,
positiven Emotionen und guter körperlicher Gesundheit entdeckt. Was wiederum bedeutet: Je höher der Tonus des Vagusnervs, desto besser ist auch die psychische und körperliche Verfassung.

Interessanterweise haben Studien ergeben, dass der vagale Tonus von der Mutter auf ihr Kind übertragen wird. Mütter, die während der Schwangerschaft in Angstzuständen leben oder an Depressionen leiden, haben eine niedriger Aktivität in ihrem Vagus Nerv. Nach der
Geburt zeigt das Neugeborene ebenfalls eine niedrige Aktivität.
Bestimmte biologische Prozesse unseres Organismus geben Aufschluss über die Aktivität des vagalen Tonus. Dazu gehören Herzfrequenz, Atemfrequenz und Herzfrequenzvariabilität.

Falls du selbst erkennen musst, dass der Tonus deines Vagusnervs niedrig ist, brauchst du dir aber keine Sorgen machen. Du hast die Möglichkeit Methoden zu erlernen, die dir im Alltag helfen deinen Organismus zu unterstützen, um diese Selbstheilungskräfte abzurufen beziehungsweise deinen vagalen Tonus zu erhöhen. Ich möchte dir nun gerne ein paar Methoden der Vagus-Aktivierung näherbringen, die dir helfen können dein Stresslevel zu senken, Angstzuständen zu verringern, aber auch bei Erkrankungen, seien sie psychischer als auch physischer Art, hilfreich sind. Der Atem als Grundnahrungsmittel:
In dieser hektischen Zeit fehlt uns Menschen oft buchstäblich die Luft zu Atmen. Wir hetzen durch den Alltag, sind schnell überfordert, finden keinen erholsamen Schlaf, sind nicht im Einklang mit uns selbst. Die Folgen dessen können zu Angstattacken, chronischen
Atemwegserkrankungen, Migräne, Tinnitus, Gastritis bis hin zum Burn-out führen. Unser Atem ist viel mehr als nur ein Gasaustausch, Atmen ist Leben. Vom ersten Atemzug des Neugeborenen bis zum letzten Atemzug des Sterbenden begleitet der Atem uns ein
ganzes Leben. Sauerstoff ist lebenswichtig für die Atmung und das Wachsen von gesunden Zellen in unserem Körper. Wenn sich in unserem Blut zu wenig Sauerstoff und zu viel Kohlendioxid befindet, dann erhöht das Atemzentrum unsere Atemfrequenz, um mehr
Sauerstoff aufzunehmen und mehr Kohlendioxid abzugeben. Stress und sportliche Aktivitäten lassen uns schneller und oberflächlicher atmen, welches den vagalen Tonus sinken lässt. Um unsere Atemfrequenz zu senken, zur Ruhe und Entspannung zu finden und dadurch den Tonus unseres Nervus Vagus zu erhöhen, müssen wir dementsprechend mit verschiedenen Atempraktiken arbeiten.

Die Zwerchfellatmung:
Hierbei begibst du dich in die Rückenlage und lagerst deine Beine auf einen Würfel/Gymnastikball ab. Deine Arme/Hände kannst du neben dem Körper ablegen oder um den Rhythmus der Atmung besser wahrnehmen zu können auf dem Bauch positionieren. Schließe hierbei die Augen und versuche anfangs durch tiefes, langsames Atmen zur Ruhe zu kommen. Nach ca. 1 Minute beginnst du mit der Aktivierung der tiefen Zwerchfellatmung, indem du durch die Nase, tief in den Bauch atmest. Während der Einatemphase sollte sich dein Bauch ausdehnen und sich nach außen wölben. Die Ausatemphase wird über ein langsames, kontrolliertes ausatmen über den Mund eingeleitet dabei senkt sich der Bauch, der Bauchnabel nähert sich der Wirbelsäule an. Diese Übung kannst du für 3-4 Minuten am
Stück ausführen.

Die Lippenbremse:
Diese Übung kannst du im Sitzen auf einem Stuhl/Yogakissen oder im Liegen mit hochgelagerten Beinen ausführen. Schließe hierbei wieder die Augen. Deine Hände kannst du auch hier wieder auf deinen Bauch platzieren. Du startest mit der tiefen Einatmung durch die Nase ca. 3-4 Sekunden, auch hierbei hebt sich die Bauchdecke ab, gefolgt von einer doppelt so langen Ausatmung durch den Mund mit gespitzten Lippen. Diese Übung kannst du ebenfalls für 3-4 Minuten durchführen.

Schnüffelatmung:
Stelle dich mit geradem, aber nicht durchgestrecktem Rücken aufrecht hin. Deine Beine sind etwa hüftbreit auseinandergestellt und die Knie leicht gebeugt. Lass deine Hände angenehm neben deinen Körper hängen und verweile kurz in der Position. Spanne deine
Gesäßmuskulatur an und drücke die Schulterblätter zusammen, um deinen Brustkorb zu öffnen. Du beginnst in dem du schnüffelnd einatmest. Das bedeutet, du unterbrichst die Einatmung in kurzen Intervallen. Halte dann den Atem kurz in der Lunge und atme dann mit der Lippenbremse wieder aus. Darauf erfolgt eine Pause von ca. zehn Sekunden bevor du den Vorgang wiederholst. Übungsdauer auch hier 3-4 Minuten.

Zombie-Atmung:
Du begibst dich hierbei in Rückenlage. Die Arme legst du über den Kopf ab, das Becken nach oben in die Brücke heben, Gesäßmuskulatur anspannen und startest mit der Einatmung durch die Nase. Bei der Ausatmung versuchst du die Luft über den Mund auszuhauchen wie ein Zombie. Nun die Atmung kurz anhalten und dich Wirbel für Wirbel zurück in die Unterlage begeben. Dann darfst du ein paar Atemzüge durchatmen bevor du den Vorgang wiederholst. Übung ungefähr 6-8-mal wiederholen. Im Bereich der Atmungsschulung würde es hier noch einige weitere Übungen geben, die auf unseren Nervus Vagus und dem parasympathischen Nervensystem eine positive Stimulation erzeugen könnten. Ich glaube ich habe dir hier 4 effektive Techniken aufgezeigt, die dir helfen können, vorerst eine Basis aufzubauen.

Ich würde dir nun gerne noch weitere Methoden zur Beeinflussung unseres parasympathischen Systems und dem Nervus Vagus aufzeigen.
Dazu zählen die progressive Muskelentspannung und das autogene Training. Bei der progressiven Muskelentspannung geht es vor allem darum, unterschiedliche Bereiche des Körpers anzuspannen, die Anspannung kurz inne zu halten, zu fühlen und sie dann langsam wieder zu entspannen. Diese Methode hat nicht nur einen aktivierenden Effekt auf den Vagus, sondern ganzheitlich gesehen auf Körper und Seele. Das autogene Training beinhaltet diesen Wechsel von Anspannungs- und Entspannungsphasen nicht. Hierbei geht es mehr um das Erfühlen des Körper – teils mit suggestiven Vorstellungen. Mithilfe bestimmter autosuggestiver Formeln, zum Beispiel „Ich bin ganz ruhig“ (Stressbewältigung), „Mein Körper ist ganz schwer“ (Muskelentspannung) oder auch durch Entspannungsreisen gelingt es, die entsprechenden Körperpartien zu
entspannen und das Nervensystem zu beruhigen. Dieses Training läuft meist durch Anleitung eines Therapeuten ab.

Das Augentraining:
Das visuelle System wird ständig vielen Reizen ausgesetzt. Dazu gehören Handy, Computer, Fernseher und visuelle Reizüberflutungen in Kaufhäusern. Durch gezieltes Trainieren deiner Augen kannst du das parasympathische System aktivieren und gleichzeitig deinem Stresslevel entgegenwirken.

Augen verdunkeln und blinzeln:
Diese Übung kannst du im Sitzen oder auch im Stehen ausführen. Versuche deine Wirbelsäule aufzurichten und eine für dich lockere Position zu finden. Dann beginnst du deine Hände aneinander zu reiben, um Wärme in den Handflächen zu erzeugen. Jetzt kannst du die warmen Hände über deine geschlossenen Augen legen. Wichtig hierbei ist es, deine Hände leicht gewölbt aufzulegen, um deine Augen nicht zu berühren. Entspanne nun deine Augen und lasse es immer dunkler werden. Anfangs wirst du oft noch schemenhafte Lichtspiele, Muster oder ein Flimmern wahrnehmen. Dies wird sich im Laufe der Übung reduzieren bis du ein tiefes schwarz vor deinen Augen wahrnimmst. Verweile für ca. 30 Sekunden in diesem tiefen Schwarz. Anschließend löst du deine Hände und blinzelst für 2 bis 3 Sekunden so schnell wie möglich.

Augenmassage:
Die Augenmassage kannst du im Sitzen oder im Stehen durchführen. Die Wirbelsäule ist aufgerichtet und dein Atem fließt ruhig und gleichmäßig. Schließe deine Augen und ertaste mit deinen beiden Zeigefingern den knöchernen Anteil deiner Augenhöhlen. Wandere nun über den Knochenrand weiter nach innen, bis du kleine knöcherne Einkerbungen wahrnehmen kannst. Hier befinden sich die Muskelansätze, die du nun mit einem leichten Druck Richtung Knochenrand drücken kannst. Massiere die Ansätze nun in dem du deine Zeigefinger mit und gegen den Uhrzeigersinn bewegst. Mit dieser Technik kannst du nun die muskulären Ansätze um das Auge herum abarbeiten. Auch mit Meditation, Yoga, Tai-Chi kannst du das parasympathische Nervensystem und somit den Vagus aktivieren. Studien haben gezeigt, dass vor allem durch Yoga und Meditation einer der wichtigen Neurotransmitter unseres Zentralen Nervensystems, das sogenannte GABA erhöht wird. Dieser Neurotransmitter hat eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Unter anderem ist bekannt, dass durch die Meditation unser „Kampf und Fluchtreflex“ reduziert werden kann und der vagale Tonus erhöht wird.

Singen, Summen und Gurgeln kann dir helfen deinen Vagus Nerv und das parasympathische Nervensystem zu aktivieren, da der Nervus Vagus mit den Stimmbändern und den Muskeln des hinteren Teils des Kehlkopfes verbunden ist. Eine weitere Möglichkeit deinen Vagus Nerv zu stimulieren wäre die Kältebehandlung. Forscher haben herausgefunden, wenn wir uns regelmäßig niedrigen Temperaturen
aussetzen, können wir unseren sympathischen „Kampf und Fluchtreflex“ verringern. Dadurch haben wir wiederum einen steigernden Effekt auf unseren vagalen Tonus. Das heißt für dich, du solltest kaltes Duschen bevorzugen. Da dies Anfangs kaum möglich ist
kannst du deinen Vagus Nerv trainieren, indem du deine Duschvorgang mit 30 Sekunden kalt laufenden Wasser abschließt. Hierbei kannst du dich von Zeit zu Zeit steigern. Es gäbe noch einige Wege, um unser parasympathisches Nervensystem und unseren Nervus Vagus anzuregen, wie zum Beispiel durch Massagen, Akupunktur, Neurofeedback, Fasten usw…

Ich hoffe ich konnte dir hiermit einen kleinen Einblick in die Welt des Vagus Nervs und dem parasympathischen Nervensystem geben. Nun kannst du selbst entscheiden ob du nach dem Schlüssel „Nervus Vagus“ greifst und ihn benutzt um deinem Körper und deiner Seele
wieder ein Stück weit mehr Entspannung, Achtsamkeit und Wahrnehmung entgegen bringst.

Quellen:
Neuronale Heilung – Lars Lienhard/Ulla Schmid-Fetzer
Auf den Spuren des Vagus – Lisa Herbst
https://upliftconnect.com/stress/12-ways-unlock-powers-vagus-nerve
https://www.autonomhealth.com/blog/das-wunder-vagus/
https://www.meinwegausderangst.de/vagusnerv-stimulation-uebungen/
Corox Breath – You Tube